Review: Paul McCartney – PURE MCCARTNEY

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Review: Paul McCartney – PURE MCCARTNEY

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pure mccartney67 von Macca handgepickte Songs aus 46 Jahren auf vier CDs.

Als die eine Hälfte eines legendären Komponistenteams stets euphorisch belobhudelt, erntete Paul McCartney für sein Post-Beatles-Œuvre – zumindest anfänglich – höfliches Desinteresse und bisweilen sogar Spott. Ungerechtfertigt, wie die entweder als abgespeckte 2-CD-Version mit 29 Tracks oder aber im 4-CD-Digibook mit 67 Songs bestückte Retrospektive PURE MCCARTNEY unter Beweis stellt: Es fiel McCarney nicht leicht, aus zig Singles und 24 Studioalben seine Favoriten auszuwählen, die vor allem, wie der 74-Jährige betont, „Freude bereiten sollen“. Als Einstieg dient das brillante, noch zu Beatles-Zeiten 1969 komponierte ›Maybe I’m Amazed‹ vom Solodebüt MCCARTNEY – entstanden im Multiplayverfahren in EMIs Abbey Road Studio 2. Von RAM (1971), der einzigen LP unter dem Logo Paul und Linda McCartney, stammen die zeitlosen Tracks ›Dear Boy‹, ›Too Many People‹, ›Heart Of The Country‹, ›The Back Seat Of My Car‹ und ›Uncle Albert/Admiral Halsey‹. Mit den Wings lief McCartney rasch wieder zur alten Hochform auf. Zahllose Charthits illustrierten die Entwicklung: Von Träumerischem wie ›Another Day‹ und ›My Love‹ über den ferkeligen Porno-Rock ›Hi, Hi, Hi‹ bis hin zu Fahrstuhl-Pop wie ›Silly Love Songs‹, ›Let ‚Em In‹ und ›Goodnight Tonight‹ reichte die Palette. Für gleichnamiges 007-Kinoabenteuer zauberte Paul 1973 ›Live And Let Die‹ aus dem Hut. Mit der dritten Wings-LP BAND ON THE RUN überzeugte er noch im gleichen Jahr auch seine Kritiker: ›Jet‹, ›Mrs. Vanderbilt‹, ›Let Me Roll It‹, ›Nineteen Hundred And Eighty Five‹ sowie der Titelsong funktionierten auch als Auskopplungen. Mit VENUS AND MARS (1975), vertreten mit dem Titelsong und ›Listen To What The Man Said‹ sowie dem Single-Only-Track ›Junior’s Farm‹ setzte sich die Erfolgsstory fort, die ihren Höhepunkt im Nummer-1-Platin-Gassenhauer ›Mull Of Kintyre‹ fand. In ebenfalls nicht chronologischer Reihenfolge folgen weitere melodische Ergüsse: Von den New-Wave-Pastiches ›Coming Up‹ und ›Temporary Secretary‹ über die putzigen Duette ›Say Say Say‹ (mit Michael Jackson) und ›Ebony And Ivory‹ (mit Stevie Wonder) bis hin zu Puderzucker-Pop à la ›Pipes Of Peace‹ und ›No More Lonely Nights‹.

Paul McCartney
PURE MCCARTNEY
CONCORD/UNIVERSAL
9/10

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